![]() |
New York (BoerseGo.de) - Für die US-Wirtschaft besteht die große Möglichkeit einer erneuten Schrumpfung, zumal der voraussichtliche bevorstehende Austritt aus der schlimmsten Rezession seit den 30er-Jahren nur von kurzfristiger Dauer ist. Dieser Ansicht ist gemäß einemBericht von Bloomberg der frühere Nobelpreisträger und Columbia-Universitätsprofessor Joseph Stiglitz. Es sei ungewiss, ob sich die US-Wirtschaft auf den Weg einer nachhaltigen Erholung begeben hat. Stiglitz hält zur weltgrößten Volkswirtschaft in den nächsten Monaten zwei Szenarien für möglich. So etwa eine Periode des Unwohlseins, in derer die Erholung des Konsums und der privaten Investitionen im Abnehmen begriffen ist. In Betracht komme weiters eine Gegenbewegung auf den starken Abschwung durch einen über die stimulierenden Maßnahmen der Regierung angeheizten Rebound. In diesem Fall komme es zu einer sogenannten “W”-förmigen-Erholung. Die Chance für ein solches Szenario sei beträchtlich, aber keineswegs zwingend. Somit bestehe ebenso die Wahrscheinlichkeit, dass die Wirtschaft von ihrem Tief nur kurzfristig nach oben federt. Er könne schwer sagen, dass die Wirtschaft eine Trendwende vollzogen hat, da die Welt eine sehr unterschiedliche Entwicklung genommen hat. Die jüngste Krise sei Resultat von zu lockeren Regulierungsvorschriften, wodurch einige Finanzkonzerne so stark gewachsen sind, dass deren Größe für das System nicht mehr verkraftbar gewesen ist. Derartige Gebilde hätten nicht nur eine zu starke Größe, um Pleite zu gehen, sondern ebenso zu groß, um sie zu verwalten.
Es gebe weiters keine Garantie, dass das 787 Milliarden Dollar schwere Konjunkturprogramm der US-Regierung im laufenden Quartal zur Wachstumsankurbelung führt und ob dadurch die Wirtschaft zu nachhaltiger Dynamik gelangt. Zudem bleibe ungeklärt, ob es weiterer stimulierender Maßnahmen bedarf. Es sei einfach das beste, vorerst abzuwarten und zu sehen was geschieht. Die gesetzten Maßnahmen hätten enorme Größe. Daraus dürfte im laufenden Quartal Wachstum resultieren, aber es bleibe die Frage, ob die Impulse bis 2011 bestehen bleiben.
Der starke Abschwung der Weltwirtschaft wäre auch im Falle einer Rettung von Lehman Brothers eingetreten. Die Probleme für die Weltwirtschaft hätten Überhand genommen. Dabei handle es sich um eine Tatsache, obwohl es derzeit den Anschein habe, dass die Weltwirtschaft in Erholung begriffen ist. Die US-Wirtschaft stehe kurzfristig betrachtet vor Inflationsabbau oder sehe sich sogar von Deflation bedroht. Dabei könnten Löhne sinken und es bestehe die Wahrscheinlichkeit für eine lange Periode hoher Arbeitslosigkeit. Die aggressive Geldpolitik der Notenbank schaffe langfristig gesehen ein großes Gefahrenpotenzial durch Inflation. Mit der wachsenden Größe von Haushaltsdefiziten und der Fed-Bilanz komme es zu einer Blasenbildung. Daraus ergebe sich eine verständliche Inflationsangst. Die Prognosen der Notenbank zur US-Wirtschaft seien nicht ausreichend, um Investoren zu beruhigen. Der Dollar dürfte dadurch zur Beschädigung gelangen. Nicht umsonst gebe es eine weltweite Diskussion über Alternativen zum Dollar als Welt-Leitwährung. Das derzeitige Welt-Leitwährungssystem schaffe Instabilität und führe zu einer weltweiten Vertrauensschwächung. Zudem sei dieses System unfair gegenüber Schwellenländern, die sich zur Aufnahme von Dollar-Krediten und damit verbundenen Risikoübernahmen gezwungen sehen. Bezüglich einer Abkehr vom Dollar-System gebe es die Frage, ob eine solche Umwälzung ordnungsgemäß oder in chaotischer Weise über die Bühne geht. Im übrigen habe zwischen dem Fall der Berliner Mauer und dem Kollaps von Lehman Brohters für die USA eine kurze Triumphphase bestanden, in derer das Land die Welt nahezu beherrschte. Diese Periode sei nun vorüber, führte der Nobelpreisträger von 2001 weiter aus.
| 31.07 Montag: Termine, Wirt... |
| 30.07 Wall Street schließt ... |
| 30.07 Wall Street mittags u... |
| 30.07 Crash-Experten Faber ... |
| 30.07 Rezession in USA war ... |
| 30.07 Wall Street zeigt sic... |
| 30.07 Chevron erzielt Gewin... |
| 30.07 Verbrauchervertrauen ... |
| 30.07 Einkaufsmanager-Index... |
| 30.07 Fed-Bullard: Fed wird... |
| 30.07 Merck & Co. - Gewinne... |
| 30.07 Wall Street nach BIP-... |
| 30.07 US-Wirtschaft wächst ... |
| 30.07 Für US-Wirtschaftswac... |
| 29.07 Chiquita – das war ke... |
| 29.07 Freitag: Termine, Wir... |
| 29.07 First Solar – was feh... |
| 29.07 Wall Street schließt ... |
| 29.07 Amgen überzeugt nicht... |
| 29.07 USA: Hypotheken so gü... |