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Alt 31.07.2006, 21:53
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Moneywolf Moneywolf ist offline
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Sojabohnen

Die Sojabohne (Glycine max (L.) Merr.) ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae), Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae). Innerhalb der Familie gehört sie, gemeinsam beispielsweise mit der Gartenbohne, zum Tribus Phaseoleae.

Die Sojabohne stammt aus Ostasien und wird in China schon seit fast 5000 Jahren angebaut. Man vermutet, dass sie von der Glycine soja (L.) Sieb. et Zucc. abstammt, die in Asien auch heute noch wild vorkommt. Die Sojabohne hat im 17. und 18. Jahrhundert erst relativ spät den Weg auf die anderen Kontinente gefunden.

Die Sojabohne ist eine Ölpflanze. Ihr Hauptwert liegt in ihrem hohen Gehalt an Eiweiß (etwa 39 %) und an Öl (etwa 17 %), wobei letzterer ungewöhnlich für Bohnen ist. Bei einem Großteil der Weltproduktion wird zuerst das Öl extrahiert, die Restmasse (Sojaextraktionsschrot oder Sojakuchen) wird als Futtermittel genutzt, aber auch als Fleischersatz in der vegetarischen Küche verwendet.


Sojabohne (Glycine max), reife Hülsen
Zur direkten menschlichen Ernährung dienen die frischen, grünen Hülsen ("Schoten"), oder verschiedene Eiweißprodukte, deren bekannteste Tofu und Sojasauce sind. Daneben gibt es weitere Zubereitungen wie Miso oder Yuba und dessen Variante "Bambus" (engl.: bamboo). Was man als "Sojakeime" kennt, sind dagegen in Wirklichkeit Keime von Mungbohnen.

Sojaprodukte sind heute aus vielen Nahrungsmitteln nicht mehr wegzudenken, was im Zusammenhang mit der Einführung von gentechnisch veränderten Sojasorten zu einer kontroversen Diskussion über mögliche, weitreichende Konsequenzen führte.

Heute ist der Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut allgegenwärtig. In den wichtigsten Erzeugerstaaten USA, Brasilien, Argentinien, Bolivien und Paraguay wird Gentechnik im Sojaanbau bereits in großem Maßstab eingesetzt. In wenigen Jahren wird es unmöglich sein, größere Mengen an nicht gentechnisch verändertem Soja zu erhalten.




Weltproduktion von Sojabohnen 2004

Zehn Staaten ernten über 99 Prozent der weltweit angebauten SojabohnenDie Welternte 2004 belief sich auf 198.381.812 Tonnen.

Die zehn größten Produzenten (% der Welternte):

Produktion (in Mio. t) in %
USA 85,4 43,1
Brasilien 49,2 24,8
Argentinien 31,5 15,9
China 17,6 8,9
Indien 5,5 2,8
Paraguay 3,6 1,8
Kanada 3,0 1,5
Bolivien 1,7 0,9
Italien 0,5 0,3
Rumänien 0,3 0,2

(Quelle: FAO, Faostat, 2005)

Die wichtigsten Exportländer sind die USA, Brasilien und Argentinien.

Die bedeutendsten Importländer sind Japan, die Niederlande und Deutschland.


Sojabohnen-Anbau in Deutschland
Seit 1997 bauen auch Landwirte in Süddeutschland in der Region um Freiburg im Breisgau den eiweißreichen Rohstoff im Auftrag von Taifun-Tofu, einem Demeter-Partner, an. Mittlerweile werden 350 Tonnen Bio-Sojabohnen auf ca. 240 Hektar Anbaufläche produziert, das entspricht 0,00018 % der Weltproduktion. Aufgrund der EU-Agrarsubventionen für andere Ölpflanzen ist die Sojaproduktion in der EU relativ marginal.


Sojabohnen-Anbau in den USA
45 % der weltweiten Soja-Anbaufläche, und 55 % der Produktion, ist in den USA, insbesonders in Illinois und Iowa. Mehr als ein Drittel der US-Produktion wird exportiert, und Sojaöl ist das verbreiteteste Pflanzenöl in der Lebensmittelproduktion in den USA, weil dort andere Regeln für die Agrarsubvention gelten als in der EU.

Von insgesamt 85 Millionen Tonnen Produktion wurden über 13 Mio. t jeweils in Illinois und Iowa angebaut, 7 Mio. t in Indiana, 6 Mio. t in Missouri, Minnesota, und Nebraska, 5 Mio. t in Ohio, und 3 Mio. t in South Dakota, Arkansas, und Kansas.

In den USA ist der Anbau gentechnisch veränderter Soja weit verbreitet. Beim Export in die EU müssen Produkte aus gentechnisch veränderter Soja gekennzeichnet werden, dies gilt sowohl für Futtermittel als auch für Lebensmittel.


Sojabohnen-Anbau in Südamerika
Gentechnisch veränderte Soja gewinnt auch in Südamerika immer größere Bedeutung, dies gilt insbesondere in den Hauptanbauländern Argentinien und Brasilien.

Internationale Gentechnik-Konzerne wie Monsanto, Syngenta oder Bayer CropScience versuchen den Eindruck zu erwecken, dass es kaum noch gentechnikfreie Soja gäbe, um den Widerstand insbesondere in Europa gegen diese Pflanzen zu brechen.

In Brasilien ist der Großteil der Sojaproduktion jedoch gentechnikfrei. Nach offiziellen Regierungsangaben waren 2004 ca. 8 % der Ernte gentechnisch veränderte. Einige Bundesstaaten haben den Anbau auf Grund von Umwelt- und ungeklärten Gesundheitsrisiken sowie dadurch zunehmender Abhängigkeit der Landwirte von internationalen Konzernen verboten. Seit Frühjahr 2005 gilt ein Gesetz, welches den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in Brasilien regeln soll. Damit wird auch deren illegaler Anbau, den es seit einigen Jahren gibt, in rechtliche Bahnen gelenkt.

In Argentinien sind ca. 99 % der Soja gentechnisch verändert.

Unterschiedliche Regelungen existieren in unterschiedlichen Ländern, was den Anbau von genverändertem Soja angeht. Dies führt zu illegalem Anbau, was sowohl gegen staatliche Interessen ist, als auch gegen die Interessen der Gentechnikkonzerne.

Großen Einfluss auf den Anbau von gentechnikfreier oder gentechnisch veränderter Soja haben die Abnehmer in der EU. Große Mengen der in Südamerika angebauten Soja wird als Futtermittel in die EU exportiert.

Problematisch ist zudem, dass in Argentinien und Brasilien weiterhin große Flächen Regenwald abgeholzt werden, um die Anbauflächen für Soja zu vergrößern.


Alternative für Petroleum
Seit kurzem wird im Zusammenhang mit der so genannten Peak-Oil-Debatte, die einen bevorstehenden Rückgang der Welt-Erdölfördermengen diskutiert, verstärkt auch der Einsatz von Sojaöl als Grundlage für die Gewinnung von Biodiesel erwogen. Sojaöl böte sich dank seiner hervorstechenden Umwelteigenschaften (hohe Treibhausklimaneutralität) und wegen seiner mit 93 % sehr hohen Energie-Effizienz als mögliches ideales Substitut für Petroleum (Benzin, Diesel) förmlich an, wie im Juli 2006 von der US-amerikanischen National Academy of Sciences veröffentlichte Studien der University of Minnesota und des St. Olaf Colleges in Northfield, Minnesota, ergaben[1] (zum Vergleich: die Energie-Effizienz von Mais-Ethanol beträgt ca. 25 % der zuvor bei Anbau und Verarbeitung eingesetzten Energiemenge).

Dennoch zeigen sich die vorgenannten Studien skeptisch hinsichtlich der ausreichenden Verfügbarkeit von Soja-Öl als rascher und v. a. billiger Benzin- oder Dieselersatz: „Selbst wenn die gesamte amerikanische Mais- und Sojaproduktion für Biokraftstoffe verwendet würde, so deckte der daraus gewonnene Kraftstoff gerade einmal 12 % des Bedarfs an Benzin und 6 % des Badarfs an Diesel, so die Studie.“[2]

Geändert von Moneywolf (31.07.2006 um 21:56 Uhr)
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Alt 04.09.2006, 14:12
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Moneywolf Moneywolf ist offline
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Moneywolf wird schon bald berühmt werden
AW: Sojabohnen

Sojabohnen sind in diesem Jahr wenig attraktiv für die Investoren, denn hier will bislang keine rechte Kauflaune aufkommen und der Kurs wird immer wieder gedrückt.
Die Nachrichtenlage ist vermeintlich schlecht, doch die Tendenz der Insider- der Commercials ist hier gegenteilig.
Diese nutzen Kursschwächen, um sich gegen steigende Kurse abzusichern.

Die Fonds sind Netto-Short und haben in etwa die Investitionsquote von April 2006 erreicht.
Zwischen den Commercials und den Privaten gab es aber eine Verschiebung zu den April-Positionen.
Die Privaten sind stärker investiert und dies dürfte Sojabohnen in den nächsten Wochen auch durchaus weiter im Preis drücken.
Es wird sich hier aber m.E. eine sehr gute Kaufchance für das Jahr 2007 ergeben.
Nicht jetzt, aber in einigen Wochen wird es m.E. interessant.
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